Anglizismen statt Denglish-Desaster: So machst du’s richtig
Reality Check: Anglizismen sind aus Marketing, Business und Social Media nicht wegzudenken, doch bei mehrteiligen Begriffen wird es schnell orthografisch heikel. Zusammen, getrennt oder doch lieber mit Bindestrich? Dieser Beitrag zeigt, wie du Anglizismen korrekt schreibst – und welche Fehler dein Lektorat sofort erkennt.
„Anglizismen sind dann richtig, wenn sie Missverständnisse vermeiden – und korrekt geschrieben sind.“
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Anglizismen sind allgegenwärtig. Wichtig ist, dass du sie richtig schreibst. (Bild: Canva)
Das Wichtigste in Kürze: Anglizismen
Anglizismen: Begriff, Nutzen, Risiko
Meeting statt Besprechung, Feedback statt Rückmeldung, Content statt Inhalt – Anglizismen sind im Alltag mittlerweile selbstverständlich. Sie klingen international, kompakt und oft auch etwas dynamischer als ihre deutschen Pendants.
Anglizismen sind Wörter aus dem Englischen, die in eine andere Sprache (z. B. ins Deutsche) übernommen wurden. Dabei ist egal, ob das Wort aus Großbritannien oder den USA stammt. Sogenannte Amerikanismen sind lediglich eine Untergruppe der Anglizismen.
Richtig eingesetzt schaffen sie Präzision und Nähe zur Zielgruppe. Besonders im Marketing, in der IT oder im Business-Kontext sind viele Begriffe fachlich etabliert und werden besser verstanden als mögliche Übersetzungen.
Problematisch wird es, wenn Anglizismen zum Selbstzweck werden. Zu viele Buzzwords mindern die Lesbarkeit oder schließen Leser aus, die mit der Terminologie nicht vertraut sind. Entscheidend ist daher die Dosierung. Wer Ton, Zielgruppe und Kontext berücksichtigt, nutzt Anglizismen im Deutschen strategisch, statt sprachliches Blendwerk zu produzieren.
Zudem macht es kein gutes Bild, wenn fehlerhaft verwendete Anglizismen deine Texte verunstalten. Wir helfen dabei, englische Begriffe gezielt, korrekt und stilistisch passend einzusetzen – durch professionelle Texterstellung oder sorgfältiges Lektorat.
Anglizismen: Nope or Hope?
Viele meinen, dass zu viele englische Wörter im Deutschen herumschwirren. Der Grund dafür ist oft die Angst, dass zu viele Anglizismen der deutschen Sprache schaden oder sie irgendwann sogar verdrängen könnten.
Andere hingegen finden, dass englische Wörter die deutsche Sprache eher bereichern. Schließlich ist Englisch global die wichtigste Sprache, etwa in Politik, Technik, Wissenschaft und Wirtschaft. Kein Wunder, dass bei all der Globalisierung ein paar englische Begriffe bei uns „einziehen“.
Neue Trends sorgen sogar für englische Begriffe im Alltag. Trotzdem muss niemand befürchten, dass Deutsch plötzlich von Englisch verdrängt wird: Im Duden machen englische Lehnwörter nur ungefähr 2 Prozent aus. Von einer echten „Wortflut“ kann also kaum die Rede sein.
Vorteile und Nachteile von Anglizismen
Mit einem Blick auf die Vor- und Nachteile zeigen wir dir, warum dieses Thema so unterschiedlich bewertet wird.
Positive Seiten
Englische Begriffe sind häufig kürzer und direkter. Dadurch wirken Aussagen kompakter
(z. B. „App“ statt „Anwendung“).
Außerdem sorgen sie für leichtere internationale Verständigung, da viele Begriffe weltweit ähnlich genutzt werden. So versteht man zum Beispiel „Login“ fast überall sofort.
Nicht zuletzt sind Anglizismen ein Symptom einer anpassungsfähigen, sich wandelnden Sprache, die neue Einflüsse aufnimmt.
Kritische Seiten
Für viele entstehen Verständnisprobleme, wenn Begriffe nicht sofort klar sind.
„Performance“ zum Beispiel kann je nach Kontext Unterschiedliches bedeuten.
Zudem werden bestehende deutsche Wörter verdrängt, obwohl sie oft genauso passend wären (z. B. „Meeting“ statt „Besprechung“).
Ein weiterer Punkt ist der künstlich wirkende Sprachstil, wenn Englisch und Deutsch unnatürlich vermischt werden. „Lass uns das Business outsourcen“ klingt wenig authentisch.
Fazit: Anglizismen sind weder grundsätzlich gut noch schlecht – entscheidend ist, sie bewusst und zielgruppengerecht einzusetzen.
Richtschnur für Anglizismen: Hier gibt’s Orientierung
Wer bei der Schreibweise von Anglizismen auf Nummer sicher gehen will, braucht verlässliche Referenzen. Grundlage ist das amtliche Regelwerk des Rats für deutsche Rechtschreibung, das verbindliche Regeln zur Getrennt- und Zusammenschreibung sowie zur Bindestrichsetzung definiert. Ergänzend bietet der Duden konkrete Empfehlungen zur Schreibweise eingedeutschter und mehrteiliger Anglizismen. Dort findest du schnell Rat, welche Varianten zulässig sind und welche als Standard gelten.
Für Unternehmen kommt noch der eigene Hausstil dazu. „Online-Shop“, „Onlineshop“ oder „Online Shop“? Hauptsache, alle machen es gleich. Du willst auf Nummer sicher gehen? Unser Lektorat sorgt dafür, dass offizielle Regeln, Duden-Empfehlungen und die Corporate Language richtig umgesetzt werden. So machst du’s auf jeden Fall richtig!
Anglizismen im Deutschen: getrennt, zusammen oder mit Bindestrich?
Wenn du englische Begriffe ins Deutsche übernimmst, stellt sich schnell die Frage: Wie schreiben wir das eigentlich? Nur zusammen? Getrennt? Oder mit Bindestrich? Was groß, was klein? Die Antwort darauf hängt weniger vom Geschmack als vielmehr von Struktur und Lesbarkeit ab. Hier findest du eine praktische Orientierung.
Einteilige Anglizismen
Nicht jeder Anglizismus besteht aus mehreren Bausteinen. Viele tauchen als einzelnes Wort auf wie etwa Laptop, Team, Workshop oder Download. In den deutschen Text integriert gelten die deutschen Rechtschreibregeln: Substantive werden großgeschrieben (das Meeting), Verben kleingeschrieben (downloaden, liken) und ganz normal dekliniert (des Teams, mehrere Workshops). Ganz nach dem Motto: Herkunft englisch, Grammatik deutsch.
Zweiteilige Anglizismen
Bei zweiteiligen oder einfach zusammengesetzten Anglizismen unterscheidet sich die Schreibweise je nach Art der Wortkombination:
1. Substantiv + Substantiv
Bilden zwei englische Substantive ein Konzept, gelten die deutschen Regeln für Komposita: Im Standard schreibt man sie zusammen. Alternativ ist auch die Bindestrich-Variante zulässig, da sie die Lesbarkeit verbessert.
| Bevorzugte Variante | Alternative Schreibweise |
| Webshop | Web-Shop |
| Homeoffice | Home-Office |
| Callcenter | Call-Center |
| Teammeeting | Team-Meeting |
- Adjektiv + Substantiv
Ist der erste Bestandteil ein Adjektiv, muss man noch einmal unterscheiden. Liegt die Betonung auf dem ersten Teil, kannst du sie zusammen- oder getrennt schreiben.
Ist die Verbindung als Einheit wahrnehmbar, empfiehlt der Duden die Zusammenschreibung. Ansonsten gilt in Anlehnung an die Herkunftssprache nur die Getrenntschreibung.
| Bevorzugte Variante | Alt. Schreibweise lt. Duden | Begründung |
| Hotdog | Hot Dog | Betonung erste Silbe |
| Blackbox | Black Box | Betonung erste Silbe |
| Smarthome | Smart Home | Betonung erste Silbe |
| Highspeed | High Speed | Betonung erste Silbe |
| High Fidelity | – | etablierte Fachbezeichnung |
| Fast Food | Fastfood | fester Begriff, tw. eingedeutscht |
| Top Ten | – | feste Redewendung |
| Social Media | – | etablierter Fachbegriff |
- Verb + Partikel
Besteht deine Komposition aus Verb + Partikel, wird zusammen (Handout, Kickoff) oder mit Bindestrich geschrieben. Den Bindestrich setzt du gemäß Duden bei Wörtern, deren Lesbarkeit durch die Zusammenschreibung beeinträchtigt wäre.
Sind sie lesbar, kannst du sie auch zusammenschreiben. Ausdrücke, die schon zusammengeschrieben aus dem Englischen übernommen worden sind, bleiben im Deutschen unverändert:
Ausnahmen: Wenn die Begriffe orthografisch noch stärker als zusammengesetzte Fügung wahrnehmbar sind wie z. B. bei Burn-out. Hier ist die „geschlossene Form” entweder nachrangig oder stilistisch weniger gebräuchlich als die mit Bindestrich gekoppelte.
| Bevorzugte Variante | Alternative (lt. Duden) | Begründung |
| Make–up | – | zusammengesetzt besser wahrnehmbar |
| Check–in | – | zusammengesetzt besser wahrnehmbar |
| Add–on | – | zusammengesetzt besser wahrnehmbar |
| Blackout | Black-out | eingedeutschte Zusammenschreibung üblich |
| Hangover | Hang-over | eingedeutschte Zusammenschreibung üblich |
| Burn–out | Burnout | zusammengesetzt besser wahrnehmbar |
| Give–away | Giveaway | zusammengesetzt besser wahrnehmbar |
| Know–how | Knowhow | zusammengesetzt besser wahrnehmbar |
| Lockdown | – | Ursprungswort übernommen |
| Countdown | – | Ursprungswort übernommen |
| Feedback | – | Ursprungswort übernommen |
Anglizismen mit mehr als zwei Wörtern
Du brauchst mehr? Bei Wortkombinationen aus 3 oder mehr Elementen kann ohne Bindestrich schnell ein kaum erfassbarer Buchstabenwust entstehen. Wörter wie Science-Fiction-Convention oder Customer-Relationship-Management lesen sich mit Bindestrich leichter, weil dieser einzelne Bausteine trennt und doch einen erfassbaren Begriff daraus macht.
Noch komplexer wird es, wenn nicht nur Substantive, sondern beispielsweise Adjektive beteiligt sind. Dann entscheidet der Sinn des Begriffs darüber, wie geschrieben wird. Was wirklich eine feste Einheit ist, bekommt oft Bindestriche, z. B. Social-Media-Campaign. Ohne Bindestriche entstehen stupide Wortfolgen, die für manche schwer verständlich sind.
Bezüglich der Groß- und Kleinschreibung gibt es Folgendes zu beachten:
- Groß schreibst du den ersten Buchstaben sowie Substantive
- Klein sonstige Wortarten (Adjektive, Adverb, …)
Mehrteilige Anglizismen: Beispiele in richtiger Schreibweise
| Make-up-Artist |
| Social-Media–Plattform |
| First-Class-Support |
| Low-Key-Picture |
| Duty-free-Shop |
| Follow-up-Study |
Akronyme, Zahlen und Symbole
Wenn Abkürzungen, Zahlen oder Sonderzeichen ins Spiel kommen, helfen wieder die guten Bindestriche beim Sortieren. Ein Akronym ist übrigens eine Abkürzung, die wie ein eigenes Wort benutzt wird – zum Beispiel PDF, NGO oder IT.
Treffen diese Abkürzungen auf einen Anglizismus, setzt man Bindestriche dazwischen: PDF-Download, NGO-Executive-Meeting, 3D-Printer, IT-Support, 1:1-Coaching. Der Bindestrich wirkt dabei wie ein kleines Verbindungsglied: Er zeigt, was zusammengehört und verhindert, dass sich alles zu einem kryptischen Buchstabensalat vermengt.
Wann Anglizismen nicht koppeln?
Nicht jeder englische Ausdruck wird im Deutschen zusammengeschrieben oder mit Bindestrich verbunden. Handelt es sich um Wortgruppen oder feste Phrasen, bleiben die Bestandteile meist getrennt – besonders bei Redewendungen, Fachbegriffen oder Eigennamen.
| Kategorie | Beispiele |
| Redewendungen/Phrasen | up to date, face to face, point of no return, nine to five |
| feste Begriffe / Konzepte | High Society, Runner’s High, New Age, New Economy |
| Fachbegriffe | Randomized Controlled Trial, Peer Review, Data Mining, Deep Learning |
| Eigennamen | New York, Silicon Valley, Lake District, Cambridge |
Grundprinzip: Getrennt bleibt, was sprachlich eine Phrase oder ein etablierter Begriff ist; Bindestriche sind meist nur bei echten Zusammensetzungen oder zur besseren Lesbarkeit gebräuchlich.

Getrennt, zusammen, mit Bindestrich? Das hängt oft von der Wortart ab. Mit ein paar Regeln schreibst du Anglizismen richtig. (Foto: Magnific)
Anglizismen & Grammatik: Substantive, Adjektive, Verben
Englische Wörter dürfen im Deutschen gern mitreden, aber sie müssen sich an die Hausregeln halten. Sobald sie in einem deutschen Satz auftauchen, brauchen sie passende Endungen, einen korrekten Plural und eine ordentliche Konjugation. Nur der Wortstamm reist ein, die Grammatik bekommt einen deutschen Pass.
Substantive und ihr Plural
Bei englischen Nomen ist die Pluralbildung meist unkompliziert: In der Regel wird ein -s angehängt. So entstehen etwa Meetings, Downloads oder Tickets. Begriffe, die schon lange im Deutschen verankert sind, passen sich dagegen vollständig an. Ein Tunnel oder ein Park wird ganz selbstverständlich nach deutschen Mustern gebeugt.
Aber Vorsicht: Das -s ist kein Freifahrtschein im Anglizismus-Express. Die korrekte Pluralform ist im Deutschen festgelegt und im Wörterbuch verzeichnet. Manche Wörter sind längst eingedeutscht und beugen sich wie heimische Begriffe, andere behalten Besonderheiten.
Sonderfall -y: Viele aus dem Englischen übernommene Wörter enden im Deutschen auf -y. Bildet man davon den Plural, wird im Deutschen einfach ein -s angehängt:
- Baby → Babys
- Party → Partys
- Hobby → Hobbys
Neben dem Plural-s existieren im Deutschen auch andere etablierte Muster für die Mehrzahlbildung englischer Wörter.
- Anpassung an deutsche Muster. Einige Wörter fügen sich vollständig in die deutsche Flexion ein. Das betrifft vor allem ältere oder stärker integrierte Begriffe:
Boss – Bosse (statt Bosses), Sketch – Sketche (statt Sketches), Film – Filme (statt Films) - Unveränderte Formen. Substantive mit Endungen wie -er oder -el bleiben im Plural häufig gleich: Controller – Controller, Label – Label.
- Fremdsprachliche Pluralformen. In einzelnen Fällen wird die ursprüngliche Mehrzahl beibehalten oder es sind mehrere Varianten gebräuchlich:
Appendix – Appendices / Appendize, Medium – Media.
Kurz gesagt: Nicht jedes englische Wort bekommt automatisch ein -s. Im Zweifel entscheidet der Blick ins Wörterbuch.
Adjektive aus dem Englischen
Bei Adjektiven hängt die Schreibweise davon ab, ob sie sich problemlos ins Deutsche übertragen lassen. Manche bleiben unverändert stehen, weil eine Anpassung weder üblich noch praktikabel ist – etwa trendy, basic oder casual.
Andere lassen sich eindeutschen, sodass beide Varianten im Umlauf sind. Neben relaxed findet man auch relaxt, neben crunchy gelegentlich krunchy. Sieht seltsam aus, ist aber rechtens. Und wie ist es nun mit der Beugung?
Sobald ein englisches Adjektiv im Sprachgebrauch etabliert ist, wird es wie ein deutsches gebeugt. Dann spricht man von einer trendy Bar oder von einem relaxten Abend. Entscheidend ist nicht die Herkunft, sondern die grammatische Einbindung.
Verben mit englischem Ursprung
Englische Verben werden im Deutschen meist formal angepasst. Aus dem englischen Stamm entsteht ein deutsches Verb mit der Endung -en, etwa downloaden, chatten oder streamen. Die Aussprache bleibt meist nah am Englischen, die Form ist deutsch.
In der Flexion verhalten sich diese Verben regelmäßig. Man sagt also du streamst, ihr chattet oder er downloadet. Grammatisch folgen sie den üblichen deutschen Konjugationsmustern.
| Englischer Ursprung | Deutsche Verbform | Partizip II (bevorzugt / weitere zulässige Variante) |
| download | downloaden | downgeloadet/gedownloadet |
| like | liken | gelikt/geliked |
| stream | streamen | gestreamt |
| chat | chatten | gechattet |
| recycle | recyceln, recyclen | recycelt/recycelt |
Grundprinzip: Der englische Wortstamm bleibt erhalten, während Verb-Endung, Konjugation und Partizipbildung den deutschen Grammatikregeln folgen.
Geschlecht und Artikel bei Anglizismen im Deutschen
Auch englische Substantive brauchen im Deutschen einen Artikel – und damit ein grammatisches Geschlecht (Genus). Welches sie bekommen, orientiert sich häufig an einem inhaltlich passenden deutschen Bezugswort. Man sagt etwa der Server (wie der Rechner), die Cloud (wie die Datenwolke) oder das Display (wie das Anzeigeelement).
Im Genitiv verhalten sich diese Wörter wie andere deutsche Substantive: Maskuline und neutrale Nomen erhalten in der Regel ein -s oder -es (z. B. des Servers, des Tools), während feminine Formen keine zusätzliche Endung bekommen (die Kampagne → das Ziel der Kampagne).
Welche Form als korrekt gilt (inklusive Genus und Plural), ist in Wörterbüchern festgelegt und dort nachprüfbar.

Du bist dir bei Anglizismen im Deutschen nicht sicher? Lieber noch mal nachschlagen – oder ein Lektorat buchen. (Bild: magnific.com)
Deutsch-englische Mischkomposita: So schreibst du sie richtig
Kombinierst du deutsche Wörter mit englischen Begriffen, gelten die deutschen Regeln der Wortbildung. Wichtig ist dabei vor allem der Bindestrich, besonders bei längeren Wortgruppen, da dieser auch die Lesbarkeit verbessert. Hier einige Beispiele:
- Customer-Service-Abteilung
- Online-Shopping-Möglichkeit
- Last-Minute-Angebot
- Do-it-yourself-Anleitung
- On-off-Beziehung
- Streaming-Dienst-Anbieter
- Start-up-Szene
- Drop-down-Menü
Wie du siehst, richtet sich die Groß- und Kleinschreibung nach den deutschen Regeln:
- Substantive schreibst du groß (Service, Angebot, Szene, Menü).
- Bei Kombination mit festen Wortgruppen (last minute, just in time) bleiben Adjektive oder Partikel klein, Substantive können klein- oder großgeschrieben werden. Beispiele: Last-minute-Angebot/Last-Minute-Angebot, Just-in-time-Produktion/Just-in-Time-Produktion.
- Der letzte Bestandteil bestimmt die Wortart und damit die Schreibung des gesamten Begriffs. Beispiel: Streaming-Dienst-Anbieter (Substantiv → großgeschrieben)
Ist die Lesbarkeit gegegeben, schreibt man deutsch-englische Wortkombinationen auch zusammen:
- Downloadbereich
- Updatefunktion
- Feedbackrunde
- Teamleitermeeting
- Firmenbranding
- Rechnungsdownload
Insgesamt gilt: Auch wenn englische Bestandteile verwendet werden, orientieren sich solche Mischkomposita in der Regel an den deutschen Rechtschreib- und Wortbildungsregeln, insbesondere bei Bindestrichsetzung sowie Groß- und Kleinschreibung.
Fazit: Anglizismen ja, aber bitte richtig
Anglizismen sind längst feste Mitbewohner der deutschen Sprache – besonders in Marketing, Tech und Business. Richtig eingesetzt wirken sie präzise, international und ziemlich lässig. Falsch geschrieben dagegen lassen sie deinen Text sehr schnell alt aussehen und können außerdem in einem Denglish-Desaster enden.
Das Problem: Bindestriche, Groß- und Kleinschreibung, Zusammenschreibung und Grammatik sind bei Anglizismen im Deutschen oft komplizierter, als man denkt. Wer sich nicht durch Paragrafen und Duden-Einträge kämpfen möchte, überlässt das Feintuning besser einem guten Lektorat.
Und falls der Text gleich ganz aus dem Englischen kommt: Kein Problem. Übersetzungen übernehmen wir ebenfalls – damit aus Content auch wirklich guter Inhalt wird. Wir von Finest Content sorgen dafür, dass dein Text nicht nur fancy klingt, sondern auch orthografisch sauber durchläuft.
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Häufig gestellte Fragen (FAQs)
Anglizismen sind Wörter aus dem Englischen, die ins Deutsche übernommen wurden und im Alltag ganz selbstverständlich verwendet werden. Sie können als Substantive (Baby, Smartphone), Verben (streamen, surfen) oder Adjektive (cool, online) auftreten.
Anglizismen erkennt man oft an ungewohnten Buchstabenkombinationen (Showroom, Download, Teamwork) oder am Buchstaben y (Style, Story, Hobby). Häufig orientiert sich auch die Aussprache am Englischen und weicht von der Schreibweise ab (Update, Highlight) – im Unterschied zum Deutschen, in dem Wörter meist weitgehend lautgetreu ausgesprochen werden.
Ein Anglizismus gilt als etabliert, wenn er im Duden steht, regelmäßig verwendet wird und grammatisch ins Deutsche eingebunden ist (das Meeting, die Likes).
Anglizismen folgen den deutschen Rechtschreibregeln: Substantive werden großgeschrieben (das Meeting), Adjektive und Verben klein (cool, downloaden). Entscheidend ist die Wortart, nicht die Herkunft.
Ja, solche Mischungen sind im Deutschen üblich (Webseite, Marketingstrategie). Wichtig ist, dass sie verständlich sind und den deutschen Rechtschreibregeln entsprechen.
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